Aufrüstung der Festplatte beim MacBook Pro

Seagate Momentus XT 500GB im MacBook Pro

Das Jahr 2011 ist erst ein paar Tage alt – da fragt man sich doch, wie man am besten in ein neues Jahr startet.
Man könnte das Jahr langsam beginnen lassen und sich gemütlich reintasten – oder aber man legt gleich richtig los. Für die zweite Variante habe ich mich entschieden und kurzentschlossen den Umbau meines MacBook Pro (15” Mid2010) vorgenommen.

Aber ich will von Vorne anfangen:

Die 320GB Festplatte in meinem Notebook verrichtete ihre Dienste ohne Murren und fiel auch sonst nicht negativ auf. Allerdings haben sich in den letzten Monaten enorme Datenmengen angesammelt, sodass auf der Festplatte lediglich 9GB frei blieben.
Um diesen Missstand zu beseitigen sollte eine größere Platte angeschafft werden. Fleißig machte ich mich ans Werk und durchforstete das Web nach guten Alternativen; groß sollte sie sein, schnell aber nicht zu laut…
Endlich war mein Entschluss gefallen: es sollte die WesternDigital Scorpio Black mit 500GB werden (die größere 750GB Variante war damals noch nicht verfügbar).
Kurz bevor ich das Objekt meiner Begierde orderte stieß ich auf einen Forenbeitrag, der mich in meiner Entscheidungsfindung wieder an den Anfang versetzte. Hier beschrieb jemand seine Erfahrung mit der Seagate Momentus XT, einer Festplatte, die zusätzlich über 4GB FlashMemory verfügt und somit eine Hybrid-Platte zwischen traditionellen Magnetscheiben und modernen (aber leider auch sehr teuren) SSDs darstellt. Bereits vor der Produkteinführung hatte ich erste Ankündigungen gelesen und war recht erstaunt, dass die Platte bereits zu einem ziemlich moderaten Preis erwerblich ist. Kurzentschlossen gab ich der Momentus XT den Vorzug und orderte bei Amazon. Im Folgenden möchte ich kurz auf den Umbau eingehen und meine ersten Erfahrungen und Eindrücke schildern.

MacBook Pro auf dem OP-Tisch

Um an die Festplatte des MBP zu gelangen, müssen lediglich die Schrauben an der Gehäuseunterseite entfernt werden. Hierfür habe ich einen Präzisionsschraubendreher benötigt, da die Schraubenköpfe winzig sind. Anschließend muss noch die ebenfalls mit zwei Schrauben befestigte Halterung der Festplatte entfernt werden.

MacBook Pro geöffnet

Hierzu findet sich auf iFixit.com eine ausführliche Anleitung. Nachdem die seitlich an der alten Festplatte angebrachten Postitionsschrauben an das neue Modell montiert sind und das Kabel steckt, kann mit dem Zusammenbauen begonnen werden.

Nachbehandlung

Nach erfolgtem Plattentausch wäre es möglich, ein bestehendes Backup einzuspielen und so sein fertiges System wiederzuerlangen. Da ich bisher noch nie MacOS installiert hatte und auch um der neuen Platte mit SSD optimale Bedingungen zu bieten, habe ich eine komplette Neuinstallation vorgezogen.

Erste Eindrücke

Gleich beim ersten Start mit der neuen Platte fällt deren Betriebsgeräusch auf. War ich bisher von einem relativ leisen Surren umgeben, ist das Notebook jetzt nicht zu überhören. Gerade in leisen Umgebungen finde ich das Geräusch störend laut.
Ein weiterer negativer Umstand ist die starke Vibration der Platte, die sich natürlich auf das Gehäuse des Notebooks überträgt. Für mich ist dies jedoch längst nicht so störend, wie die neue Lautstärke der Festplatte.
Glücklicherweise gibt es aber nicht nur negative Eindrücke. Die Geschwindigkeit des Systems hat sich spürbar verbessert. Nun kann man anführen, dass es ja eine frische Installation ist, aber ich war natürlich nicht faul und habe schon so einiges an Tools, Dateien und Programmen auf die Festplatte geschaufelt. Ein abschließendes Urteil werde ich aber erst nach einiger Zeit fällen.

Fazit

Mein primäres Ziel ist es gewesen, die Festplattenkapazität zu erhöhen und bei dieser Gelegenheit wollte ich auch gleich einen Performancezuwachs erzielen. Zweifellos ist die neue Festplatte größer und auch schneller als die alte. Abstriche muss man dafür bei der Lautstärke hinnehmen, auch werden sicherlich Einige die stärkere Vibration als störend empfinden. Eine Western Digital Scorpio Black WD5000BEKT hätte man bei identischer Kapazität für weniger Geld bekommen – wie hoch hier das spürbare Geschwindigkeitsdefizit ist, kann ich nicht sagen. Die Laufzeit im Akkubetrieb wird durch die neue Platte ebenfalls verkürzt, konkrete Daten kann ich hier aber erst nach längerem Betrieb nennen.
Abschließend kann ich sagen, dass ich zwar mit der Festplatte zufrieden bin, jedoch hauptsächlich aufgrund des hohen Geräuschpegels nicht erneut zu dieser Platte greifen würde.

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